Die SBB planen die Konzentration der zentralen Dienste des Konzerns sowie der Divisionen Infrastruktur und Immobilien am Standort Bern Wankdorf. Auf dieser Basis wurde für die Entwicklung zweier Baubereiche im Ent-
wicklungsgebiet „Wankdorf City" ein Gesamtleistungswettbewerb ausge-schrieben welcher vom Preisgericht im September 2009 zugunsten des Projekts "Girasole" des Teams Anliker (TU) und Lussi+Halter AG (Architekten) entschieden wurde.
Um auf einer weiteren Ebene sicherzustellen, dass alle Nutzerinnen und Nutzer in ihren Bedürfnissen abgeholt werden, haben zwei Lares-Fachfrauen den aktuellen Planungsstand hinsichtlich seiner Gender-gerechtigkeit beurteilt.
Ausgehend von den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer der neuen SBB Bürogebäude ergeben sich Anforderungen an die Gestaltung der Ge-
bäude und des Aussenraumes. Zu diesen Grundbedürfnissen zählen zum Beispiel Sicherheit, Orientierung, Mobilität, Aufenthalt etc. Ausgehend von diesen Grundbedürfnissen und den Anforderungen ans Projekt werden Gender-Beurteilungskriterien entwickelt. Beurteilt werden soweit dies der Projektstand zulässt beispielsweise die Identität des Areals, Sicherheit und Orientierung im Gebäude und im Aussenraum, Beziehungen zwischen Innen- und Aussenräumen etc. Ausserdem werden Empfehlungen zur weiteren Optimierung des Projektes im Rahmen der weiteren Entwicklung zuhanden der Bauträgerschaft abgegeben.
SBB Betriebszentrale Ost, Operation Center D1 und Prime Center D2 - Genderbegleitung der Ausführungsphase
Die SBB Infrastruktur planen, ihre Betriebszentralen an vier verschiedenen Standorten der Schweiz – in Lausanne, Zürich, Pollegio und Olten – zu realisieren. Im August 2010 wurde durch zwei Lares–Fachfrauen eine Gender Begutachtung der sich bereits in der Ausbauphase befindenden Betriebszentrale Zürich beim Flughafen Zürich aufgenommen. Seit Dezember 2010 erfolgt die Inbetriebnahme.
Aus der Sicht des alltagsgerechten Planens und Bauens erfolgte eine Ent-
wicklung geeigneter Gender Kriterien für die konkrete Bauaufgabe sowie eine qualitative Überprüfung dieser Kriterien. Prospektiv wurde unter dem Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit ein aufgabenspezifischer, auf die Be- dürfnisse künftiger Nutzerinnen und Nutzer basierender Gender-Kriterien-katalog entwickelt.Der aus zeitlicher Sicht späte Einbezug des Lares-Teams konnte durch eine prozesshafte Einbindung in die noch zu fällenden Ent- scheide sowie durch eine unmittelbare Aufnahme der Inputs durch die Projektleitung wettgemacht werden.
Der Bericht Genderbegleitung der Auführungsphase steht hier zum Download zur Verfügung. >pdf
Gender Projektbegleitung Westlink Plaza SBB
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof Zürich Altstetten planen die SBB das Projekt Westlink. Mit Westlink entsteht ein neuer Stadtraum zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Aufenthalt auf einer Fläche von über 23'000 m2. In Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich entsteht auf dem Areal ausserdem der Vulkanplatz mit der Endschlaufe des neuen Trams Zürich-West. Das Projekt befindet sich seit April 2011 in der Realisierung.
Ausgehend von den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer des neuen SBB-Bürogebäudes ergeben sich Anforderungen an das Innenraumkonzept. Zu diesen Grundbedürfnissen zählen zum Beispiel Aufenthalt, Kommunikation, Sicherheit, Orientierung und Mobilität. Ausgehend von diesen Grundbedürfnissen und den Anforderungen ans Projekt wurde von einem Lares-Team Gender-Beurteilungskriterien zu den Bürobereichen entwickelt.